Aktuelles

20.07.2020, 17:46 Uhr | Bergmann
Wir gehen auf digitale Sommertour
Teil 1 - Wie gehts es eigentlich... unseren Gastronomen?
Covid-19 bringt dieses Jahr alles durcheinander - auch unsere beliebte Sommertour durch die Gemeinde.
Nicht nur bei anstehenden Wahlen gibt sie uns doch die Chance, vor Ort mit vielen Einwohnerinnen und Einwohnern ins Gespräch zu kommen.

Doch ausfallen lassen wollten wir sie auch nicht. So haben wir uns entschieden, die Tour virtuell durchzuführen und haben die Gespräche per Telefon, Email oder Videochat geführt.
Friedland - Im ersten Teil haben wir alle Gastronomiebetriebe in unserer Gemeinde angeschrieben und um ein Gespräch gebeten. Einige sind der Bitte gefolgt und haben uns berichtet, wie es ihnen in den letzten Wochen und Monaten ergangen ist.


Station 1:
Café in der Handweberei

Zu Beginn unserer digitalen Sommertour starten wir im Café auf dem Rittergut in Besenhausen.

Seit der formalen Auflösung der Handweberei Rosenwinkel im Jahr 2018 betreibt Inge Gräser das kleine Café in Eigenregie. Alle angebotenen Kuchen und Köstlichkeiten werden von ihr selbst gebacken und zubereitet. Die Zutaten hierfür kommen immer frisch aus dem regionalen Angebot.

Der plötzliche Lockdown, gerade zu einer Zeit wo die ersten Frühjahrsgäste wieder kommen, hat auch hier zunächst wehgetan. Dank der kurzfristigen finanziellen Hilfen von Bund und Land konnten aber die laufenden Kosten ausgeglichen werden. Ein zusätzlicher Verzicht des eigenen Einkommens half ihr dabei, die geschlossenen Monate zu überstehen.

Inzwischen hat das Café wieder regelmäßig geöffnet und auch die Gäste kommen immer häufiger vorbei. Alles in Allem schaut sie positiv in die Zukunft und hofft, dass über einen hoffentlich schönen Sommer viele Gäste den Weg in das beschauliche Café finden.

 

Wir wünschen Frau Gräser auch weiterhin alles Gute und viele Gäste

 

Station 2:
Landhaus Biewald
 

 

Als nächste Station auf unserer digitalen Sommerreise sind wir in Friedland im Landhaus Biewald zu Gast.

Die letzten Wochen und Monate waren auch für das vom Landhaus Biewald eine große Herausforderung. Gut zwei Wochen brauchte man um zu schauen, wie man das Beste aus der Situation und dem landesweiten Lockdown machen konnte.

„Obwohl ich mir niemals vorstellen konnte als „Fernsehkoch“ mein Handwerk einem breiten Publikum zu präsentieren, habe ich mich in meiner privaten Küche vor eine Kamera gestellt und unter dem Label „Für euch gekocht – Made by Daniel Raub“ mit vielen virtuellen Gästen zusammen gekocht“ sagt Daniel Raub über sich selbst.

Über Facebook, Youtube, der Onlineplattform des Göttinger Tageblatts und der eigenen Homepage konnten die zahlreichen Zuschauer die Zutaten, die sie zuvor über den eigens eingerichteten Webshop kaufen konnten, live unter Anleitung verarbeiten.

All dies konnte nur klappen, da mit Hilfe des Teams in kürzester Zeit die komplette Logistik hierfür geschaffen wurde.

„Die positiven Rückmeldungen und das Gefühl, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen das Projekt entsprechend umsetzen zu können, haben mich wirklich beflügelt und auch Spaß gemacht. Sicherlich liegen noch schwierige Zeiten vor uns, aber Kreativität und Humor sollte man sich stets bewahren“, blickt Daniel Raub abschließend positiv in die Zukunft.

 

Wir wünschen dem Team vom Landhaus Biewald auch weiterhin viel Erfolg!



Station 3:
Gasthaus Wollenweber


 

Die letzte Station für diesen Teil führte uns einmal quer durch die Gemeinde nach Lichtenhagen ins Gasthaus Wollenweber. Die ruhige Lage bietet für den kleinen Trip per Rad oder zu Fuß von zu Hause das ideale Ausflugsziel in der Gemeinde Friedland.

Doch auch hier waren die Auswirkungen der coronabedingten Schließung zu spüren.

Der wohl schwierigste Tag für Annette Wollenweber war der ausgefallende Himmelfahrtstag. An diesem Tag keine Gäste, keinen DJ, keine Stimmung, kein Chaos zu haben, schien so unwirklich. Bei schönstem Wetter musste sie statt mit vielen Gästen die bekannte Himmelfahrtsparty zu feiern alleine im Biergarten zu sitzen. Doch auch wenn dies sehr deprimierend war, die getroffenen Entscheidungen waren und sind richtig, sagt Annette. Niemand hätte einen potentiellen Corona-Hotspot in Lichtenhagen gewollt.

 

Die Corona-Pause hat die Familie Wollenweber genutzt um kleinere Renovierungen durchzuführen. Die Räume wurden frisch gestrichen und die Wände mit einer Ausstellung von Tierbildern in Öl und Acryl von K. Rübesam zum Thema alte Nutztierrassen behängt. Natürlich ein landwirtschaftliches Thema wie es sich für den Kombibetrieb der Land- und Gastwirtschaft gehört. In Zukunft sind auch weitere Ausstellungen geplant.

Ein weiteres Corona-Projekt war der Abhol- bzw. Lieferservice an einigen Tagen. Wollenwebers Rippchen und andere Gerichte wurden im Haustürgeschäft von den treuen Kunden abgeholt. Die Nachfrage war unerwartet groß und sehr erfreulich.

Durch die Abstandsregeln können momentan im Haus nur insgesamt 30 bis 40 Personen in drei Räumen untergebracht werden. Wenn diese bis zum Winter beibehalten werden müssen, werden dann auch Gänsebraten zum Abholen angeboten.

Um weiterhin breit aufgestellt und flexibel die bekannten leckeren Speisen anbieten zu können, sucht das Gasthaus derzeit Verstärkung in der Küche und im Service. Auf keinem Fall wolle man sich von Corona unterkriegen lassen!

Wir wünschen dabei viel Erfolg und kommen bestimmt auch bald wieder vorbei!

aktualisiert von Marcel Bergmann, 22.07.2020, 18:00 Uhr